FlexFinance Lending - "Mehrwert mit komponentenbasierter Lösung im Kreditprocessing generieren"
Fertige Standardsoftwarepakete („Buy“) müssen stets an die Organisation der Bank angepasst werden. In Entwicklungsprojekten dagegen werden oft Funktionen entwickelt („Make“), die es bereits fertig am Markt zu kaufen gibt. Um die angestrebten Ziele wie Prozessoptimierung, geringe Projektlaufzeiten und Investitionssicherheit zu erreichen, ist eine dritte Variante, welche die Vorteile aus beiden Welten vereint, die optimale Strategie. FERNBACH nennt dieses Modell „Buy AND Make“.
Die Integration von neuen Funktionalitäten oder Teilprozessen in eine Standardsoftware gestaltet sich meist schwieriger als gedacht. Vor allem bestehende Datenbanken des Kunden anzubinden, ist häufig eine große Herausforderung. Auch Änderungen und Erweiterungen an der Funktionalität der Standardsoftware führen oft zu erheblichem Aufwand und sind im Falle von Releasewechseln problembehaftet. Die Qualitätssicherung von „individualisierter Standardsoftware“ ist mühsam. Preis- und Zeitvorteile gehen durch die Änderungen an der Standardsoftware verloren. Die Projekte werden komplex als auch aufwändig und stehen individuellen Projektlösungen in nichts nach. Somit geht der eigentliche Mehrwert einer Standardlösung verloren.
Als Alternative zu „Out-of-the-Box“-Softwarelösungen werden am Markt komponentenbasierte Lösungen angeboten. Die Idee dieser „Baukästen“ ist die Schließung funktionaler Lücken unter möglichst hoher Wiederverwendung bestehender Funktionalitäten und Daten. Die Idee des Baukastenansatzes existiert bereits seit über 20 Jahren. Damit dieser Ansatz aber über Banken und Hersteller hinweg funktionieren kann, muss eine Standardisierung dieses Prozesses erfolgen, sowohl für Technik als auch für Fachlichkeit. Die Technik sollte konsequent den SOA-Paradigmen (serviceorientierte Architektur) folgen, um so eine nahtlose Integration in die bestehende Systemlandschaft zu ermöglichen, und um die IT flexibler an die Geschäftsprozesse anpassen zu können. Die nahtlose Weiterverwendung bestehender (und etablierter) Services und deren Daten ohne Migration, ermöglicht die Einführung und Anpassung der Geschäftsprozesse im laufenden Betrieb. SOA darf hierbei nicht nur als technisches, sondern auch als fachliches Paradigma verstanden werden. SOA stellt daher die Forderung nach einer klar strukturierten Fachlichkeit, um die Geschäftsprozesse auf die technische Welt projizieren zu können.
Hier liefert BIAN (www.bian.org) als Industriestandard ein vordefiniertes, fachliches Servicemodell, welches künftig das gesamte Bankgeschäft umfasst. Die Austauschbarkeit der eingesetzten Services wird mit diesem Ansatz massiv erhöht, was zu steigender Agilität führt. Der Einkauf bestehender und ausgereifter Komponenten („Buy“) und Orchestrierung mit bestehenden Services („Make“) basierend auf strukturierten und standardisierten Ansätzen (SOA und BIAN) ermöglicht die Integration von einzelnen Funktionen und Prozessen im laufenden Betrieb und vermeidet das viel gefürchtete Big-Bang-Szenario im Projekt. „Buy and Make“ stellt somit ein Renovierungsmodell dar, das sich durchsetzen wird, weil es die kürzesten Time-to-Market-Zeiten und somit den schnellsten ROI bietet.
FlexFinance® Lending stellt den Baukasten für alle Funktionen, Prozessteile und Objektstrukturen zur Verwaltung unterschiedlichster Darlehens- und Kreditgeschäfte zur Verfügung. Die Integration findet über ein Workflow-Management-System statt. Der modulare Aufbau ermöglicht die Zusammenstellung von individuellen Anwendungen, die im Layout, Prozessablauf, Datenhaushalt, Funktionsumfang etc. an die Anforderungen der Bank angepasst sind.
